Intelligenz nach Perkins und die Birkenbihl Methode

Indem wir die Methode ändern, ändern wir die Ergebnisse und können besser leisten.

Vera F. Birkenbihl

Der Methode des gehirngerechten Lernen nach Birkenbihl liegt eine modifizierte Definition von Intelligenz zugrunde: Dave Perkins‘ – Learnable Intelligence. Intelligenz setzt sich laut dieser Theorie aus drei Faktoren zusammen:

  1. Die Neuronale Geschwindigkeit unseres Gehirns. Dieser Faktor ist genetisch determiniert und scheint nur wenig plastisch und veränderbar.
  2. Erfahrung und Wissen des Menschen. Dieser Faktor stellt die Summe an Vorerfahrungen dar, die wir zu einem Thema besitzen. John Hattie ermittelte Vorerfahrung im Item Erkenntnisstufen in Bezug auf Lernerfolg als hoch bedeutsam. Diese Erkenntnis ist zwar vorsichtig zu betrachten, da sie sich auf eine einzige Studie bezieht, jedoch denke ich in diesem Item Birkenbihls Netz des Wissens wiederzuerkennen. Ihrer Hypothese nach fällt uns das Lernen neuer Sachverhalte leichter, wenn wir es in ein bereits bestehendes Netz an Wissen integrieren können. Dies scheint einem Maximaltrend zu folgen – je mehr wir wissen, desto leichter scheinen wir neues Wissen in Bezug zum Bekannten lernen zu können.
  3. Reflexive Intelligenz: Über Methoden, Strategien und Techniken wie wir denken, lernen und Probleme lösen können wir den Lernerfolg und unsere Denkleistungen steigern. Birkenbihls Doppelte Checkliste spiegelt dies wieder. Hierin fasst sie Nicht-Lern-Lernstrategien (NLLS) und Neuromechanismen zusammen. Verwendet man diese beim Lernen, scheint man sein Hirn so zu verwenden, wie es eigentlich vorgesehen war. Das Resultat ist, dass Lernen und Denken spielerischer wird und mehr und mehr Spaß macht.

    Quelle:
    Birkenbihl, V.F. (2014): Lernen lassen! 6.Auflage. München, MVG-Verlag.