Was ist guter Unterricht?

Diese Frage haben sich viele Pädagogen aber auch verwandte Professionen gestellt. Ich denke, jede Lehrkraft muss diese Frage für sich selbst beantworten. Mich haben die Ideen der folgenden Autoren stark angesprochen:

Sir Karl R. Popper – Fallibilismus: Wissen und Nichtwissen
. Ich bin Herrn Wolfgang Münzinger zu großem Dank verpflichtet, hat er mich doch zuerst auf diese tolle Rede Poppers und Ihre Bedeutung für die Lehre aufmerksam gemacht. Jede gute Lehrkraft sollte vom Konzept des Fallibilismus meiner Meinung nach gehört haben – es stellt das beste Argument zu intellektueller Bescheidenheit und lebenslangen lernen dar.

Vera F. Birkenbihl – Gehirn-Gerechtes Lernen. Birkenbihl war ihrer Zeit weit voraus und ihr zu früher Tod hat die Menschheit um eine herausragende Denkerin ärmer gemacht. Ihre Überlegungen und praktisch orientierten Methoden beeinflussen mich mit jeder Zeile die ich von Ihr lese und jeder ABC Liste die ich selbst erstelle mehr und mehr.

Hilbert Meyer – 10 Merkmale guten Unterrichts. Meyers Ideen zu gutem Unterricht sind zeitlos. Lolationsstrategien und Zwillingswitze zeigen Eindrucksvoll die unterschätzte Wirkung von Humor im Lehren.

John Hattie – Visible Learning und sein Deutscher Übersetzer und Partner Klaus Zierer. Hattie und Zierer haben erstmals ernsthaft eine wissenschaftlich Überprüfung und andauernde Re-Evaluation ihrer Ergebnisse angestrebt. Dazu fällt mir immer wieder ein, dass Flugreisen eine wirklich gefährliche Angelegenheit waren um dann, quasi über Nacht, durch die Formulierung von empirisch erstellten Standard Operations Prinzipien Unfälle weitestgehen gebannt wurden.

Martin Wagenschein – Lehrkunstdidaktik. Wagenscheins und Klafkis Lehrkunstdidaktik ist in meinen Augen eine didaktische Form des Geschichtenerzählens, dass die größten Denkprozesse, Ereignisse und Errungenschaften der Menschheit – gleich mythischer Heldentaten insziniert.